Über fünf Millionen Menschen in der Schweiz bezahlen mit TWINT. Wenn deine Kunden auf der Website einen Gutschein kaufen, eine Anzahlung leisten oder einen Kurs buchen wollen, erwarten sie das violette Logo. Die gute Nachricht: Die Einbindung ist einfacher und günstiger, als die meisten denken.
Das Wichtigste in Kürze
- TWINT läuft online immer über einen Payment-Provider – ein Direktvertrag ist nicht möglich.
- Payrexx (Schweizer Anbieter) hat die günstigsten TWINT-Gebühren: 1.25 % + 18 Rp.
- Stripe ist ohne Fixkosten ideal für gelegentliche Zahlungen – TWINT kostet dort 1.9 %.
- Für Gutscheine und Anzahlungen brauchst du keinen Shop – Payment-Links genügen.
Die drei Wege im Vergleich
Alle Preise Stand Juni 2026, Quelle: offizielle Preisseiten der Anbieter.
| Anbieter | Fixkosten | TWINT-Gebühr | Karten-Gebühr | Ideal für |
|---|---|---|---|---|
| Payrexx 🇨🇭 | ab CHF 19/Mt | 1.25 % + 0.18 | 1.65 % + 0.18 | Regelmässige Zahlungen |
| Stripe | keine | 1.9 % + 0.30 | 2.9 % + 0.30 | Gelegentliche Zahlungen, Start |
| Wallee 🇨🇭 | CHF 19.95/Mt | je nach Acquirer | ~1.55 % + 0.20 | Höhere Volumen, POS + Online |
Faustregel: Bis etwa CHF 2'000 Umsatz pro Monat fährst du mit Stripe am einfachsten (keine Fixkosten, in Minuten startklar). Darüber lohnt sich Payrexx – die tieferen Prozente holen die Monatsgebühr schnell rein, und der Support sitzt in der Schweiz.
Rechenbeispiel bei CHF 3'000 TWINT-Umsatz/Monat: Stripe: CHF 57 Gebühren. Payrexx: CHF 37.50 + CHF 19 Grundgebühr = CHF 56.50 – praktisch gleichauf. Bei CHF 6'000 Umsatz: Stripe CHF 114, Payrexx CHF 94. Je mehr Umsatz, desto klarer gewinnt Payrexx.
Gut zu wissen
PayPal ist in der Schweiz mit 3.4 % + CHF 0.55 pro Inlandszahlung die teuerste Option – und TWINT kann es gar nicht. Als alleinige Lösung für Schweizer Kunden nicht zu empfehlen.
Payment-Links: Zahlungen ohne Shop
Der unterschätzte Mittelweg: Payment-Links und einfache Checkout-Seiten. Du brauchst keinen Online-Shop, um online Geld anzunehmen:
- Gutscheine verkaufen: Link auf der Website, Kunde wählt Betrag, zahlt mit TWINT oder Karte.
- Anzahlungen: Nach dem Erstgespräch schickst du einen Zahlungslink per Mail.
- Kurse & Workshops: Anmeldeformular plus Zahlungslink – fertig.
Sowohl Stripe als auch Payrexx bieten das ohne Programmieraufwand. In die Website integriert wirkt es trotzdem professionell: eigene Danke-Seite, automatische Bestätigung, dein Branding.
Wann es ein richtiger Shop sein muss
Sobald du mehrere Produkte mit Lager, Versand und Mehrwertsteuer verkaufst, stösst die Link-Lösung an Grenzen. Dann führt der Weg zu einem Mini-Shop (z. B. mit Snipcart oder Stripe Checkout auf deiner bestehenden Website) oder zu Shopify. Mehr dazu im Artikel Online-Shop für Schweizer KMU.
Sicherheit und Vertrauen
Zahlungsdaten laufen bei allen genannten Anbietern direkt über deren zertifizierte Infrastruktur (PCI-DSS) – deine Website speichert keine Kartendaten. Wichtig fürs Vertrauen deiner Kunden: ein sauberes SSL-Zertifikat, transparente Preisangaben und ein Impressum. Wie du generell Vertrauen auf deiner Website aufbaust, liest du im Artikel Vertrauen aufbauen.
Du willst Zahlungen auf deiner Website annehmen? Ich richte dir die passende Lösung ein – vom einzelnen TWINT-Link bis zum Mini-Shop. Unverbindliches Erstgespräch.
