«Wie lange dauert das eigentlich?» ist neben der Preisfrage die häufigste Frage, wenn ein KMU eine neue Website plant. Die kurze Antwort: Ein einfacher Onepager ist oft in ein bis zwei Wochen online, eine mehrseitige KMU-Website meist in vier bis acht Wochen. Wie schnell es wirklich geht, hängt aber weniger von der Technik ab als davon, wie zügig Inhalte und Feedback fliessen.
Das Wichtigste in Kürze
- Ein Onepager ist bei zügiger Zusammenarbeit oft in 1–2 Wochen online.
- Eine mehrseitige KMU-Website braucht meist 4–8 Wochen, inklusive Strategie, Texten und Design.
- Grössere, individuelle Projekte (Massarbeit) dauern länger, abhängig vom Funktionsumfang.
- Der grösste Zeitfresser ist selten die Technik, sondern fehlende Inhalte und langsames Feedback.
- Wer Texte, Fotos und Firmendaten von Anfang an bereithält, spart oft mehrere Wochen.
Die typischen Phasen eines Website-Projekts
Ein professionelles Website-Projekt läuft in der Regel in klar abgegrenzten Phasen ab – unabhängig davon, welcher Anbieter es umsetzt:
- 01Briefing & Strategie
- 02Texte & Struktur
- 03Design & Prototyp
- 04Freigabe & Feinschliff
- 05Launch
1. Briefing & Strategie. Zuerst wird geklärt, wer die Zielgruppe ist, was die Website erreichen soll und welche Seiten es braucht. Bei einer sauberen Strategie fliesst auch eine kurze Keyword-Recherche ein, damit die Seitenstruktur zu echten Suchanfragen passt.
2. Texte & Struktur. Die Inhalte jeder Seite werden erarbeitet – im besten Fall mit dem Haupt-Keyword im Titel und in der ersten Zeile, wie im Beitrag Website-Seitenstruktur beschrieben.
3. Design & Prototyp. Auf Basis von Strategie und Texten entsteht das eigentliche Design – bei einem seriösen Anbieter individuell statt aus einer Vorlage.
4. Freigabe & Feinschliff. Feedback wird eingearbeitet, bis Texte, Design und Funktionen passen.
5. Launch. Domain verbinden, technische Prüfung, Übergabe.
Wie lange dauert jede Phase realistisch?
Die Gesamtdauer hängt stark vom Projektumfang ab. Als Richtwert:
| Paket-Grösse | Typischer Umfang | Realistische Dauer |
|---|---|---|
| Onepager | 1 Seite, ein Thema | 1–2 Wochen |
| Einzelunternehmen | 3–6 Seiten | 2–4 Wochen |
| KMU-Website | 7–15 Seiten, lokale Profile | 4–8 Wochen |
| Massarbeit | Individueller Funktionsumfang | 8+ Wochen, je nach Umfang |
Diese Zeiten gelten für eine reibungslose Zusammenarbeit mit zügigem Feedback. Details zu Umfang und Preis der einzelnen Stufen findest du im Beitrag Was kostet eine Website in der Schweiz?
Und wenn es schnell gehen muss?
Manchmal steht ein fixes Datum fest – eine Messe, ein Firmenjubiläum, der Start einer neuen Dienstleistung. In solchen Fällen lässt sich die Dauer verkürzen, aber nicht beliebig: Die Strategiephase kann man straffen, indem man sich auf die wichtigsten zwei bis drei Seiten konzentriert statt auf die volle Struktur. Design-Feedback-Runden lassen sich bündeln, wenn von Anfang an eine einzige entscheidungsbefugte Person zuständig ist. Was sich kaum verkürzen lässt, ist die Zeit für gute Texte – wer hier zu stark abkürzt, spart Wochen beim Launch und verliert sie später bei der Sichtbarkeit in der Google-Suche wieder.
Realistisch lässt sich ein Onepager-Projekt so auf wenige Tage verdichten, eine KMU-Website selten auf unter drei Wochen – ohne dass Qualität und Sorgfalt spürbar leiden.
Was verlängert ein Website-Projekt am meisten?
Aus der Praxis sind es fast immer dieselben drei Gründe:
1. Fehlende Inhalte. Wenn Texte, Fotos oder Firmendaten erst während des Projekts zusammengetragen werden, steht die Umsetzung still, während auf Material gewartet wird.
2. Langsames Feedback. Jede Freigabe-Runde, die tagelang liegen bleibt, verschiebt den gesamten Zeitplan – auch wenn die eigentliche Arbeit längst erledigt ist.
3. Nachträglich wachsender Umfang. Neue Seiten oder Funktionen, die erst mitten im Projekt dazukommen, verlängern die Umsetzung spürbar, selbst wenn jede einzelne Änderung klein wirkt.
4. Unklare Zuständigkeiten beim Kunden. Wenn Rückfragen erst intern zwischen mehreren Personen abgestimmt werden müssen, bevor eine Antwort zurückkommt, addieren sich diese internen Abstimmungsschlaufen zur eigentlichen Projektdauer dazu – oft unbemerkt, aber spürbar am Ende.
Der grösste Zeitfresser
In den meisten Projekten liegt die tatsächliche Umsetzungszeit deutlich unter der Gesamtprojektdauer. Der Rest ist Wartezeit – auf Inhalte, auf Feedback, auf Entscheidungen. Wer das im Kopf behält, plant realistischer.So beschleunigst du dein Website-Projekt
Inhalte vor Projektstart sammeln
Eine entscheidungsbefugte Ansprechperson benennen
Feedback gebündelt statt häppchenweise geben
Umfang vor Projektstart fixieren
Realistisch statt optimistisch planen
Mein Fazit
Die Dauer eines Website-Projekts ist selten ein technisches Problem – sie ist ein Zusammenarbeits-Thema. Wer Inhalte frühzeitig bereithält und Feedback zügig gibt, ist mit einer soliden KMU-Website oft in unter zwei Monaten online. Ein realistischer Zeitplan mit klaren Zuständigkeiten schützt dabei besser vor Verzögerungen als der Wunsch, möglichst schnell fertig zu sein – Druck allein beschleunigt selten die Qualität der Inhalte. Wer die Entscheidung zwischen mehreren Anbietern noch vor sich hat, findet eine Einordnung im Beitrag Website selber machen oder vom Profi?
Willst du wissen, wie lange dein konkretes Projekt dauern würde? Beschreibe dein Vorhaben unverbindlich oder wirf zuerst einen Blick auf die Pakete und Fixpreise.
