Website-Inhalte selbst bearbeiten – ohne WordPress
«Ich will nur schnell die Öffnungszeiten ändern können» – der häufigste Grund, warum KMU bei WordPress landen. Und damit bei Plugin-Updates, Sicherheitslücken und Seiten, die mit den Jahren immer langsamer werden. Dabei geht beides: Inhalte selbst pflegen und eine schnelle, sichere Website behalten. Das Zauberwort heisst Headless CMS.
Das Wichtigste in Kürze
- Headless CMS = einfache Bearbeitungs-Oberfläche, getrennt von der eigentlichen Website.
- Die Website bleibt statisch: blitzschnell, sicher, kein Update-Stress – anders als bei WordPress.
- Decap ist komplett gratis, Sanity im Free-Plan für die meisten KMU ausreichend.
- Ehrliche Gegenfrage zuerst: Wie oft änderst du wirklich Inhalte? Manchmal ist ein Pflege-Abo schlauer.
Wie das funktioniert
Bei WordPress sind Bearbeitung und Website ein System – deshalb kann eine Lücke im Editor die ganze Seite kompromittieren. Beim Headless-Ansatz sind sie getrennt: Du pflegst Texte und Bilder in einer geschützten Oberfläche; daraus wird deine Website neu generiert – als statische, pfeilschnelle Seite. Warum statische Seiten praktisch unhackbar sind, erklärt der Artikel Website gehackt? Statische Webseiten als Lösung.
Die Tools im Überblick
Preise Stand Juni 2026:
| CMS | Kosten | Ideal für |
|---|---|---|
| Decap CMS | gratis (Open Source) | Texte & Bilder auf bestehenden Seiten ändern |
| Sanity | Free-Plan grosszügig, Growth ~USD 15/Seat/Mt | Strukturierte Inhalte: Team, Referenzen, Angebote |
| Payload | self-hosted gratis, Cloud ~USD 35/Mt | Komplexere Datenmodelle, Portale |
| Storyblok | ab ~USD 99/Mt | Visueller Editor, grössere Marketing-Teams |
Für die meisten KMU-Websites reicht Decap oder Sanity Free – also CHF 0 Lizenzkosten. Bezahlt wird nur die einmalige Einrichtung: Felder definieren («Titel», «Text», «Bild»), Oberfläche aufsetzen, kurze Schulung.
Tipp
Ehrlichkeits-Check vor dem Entscheid: Wie oft hast du im letzten Jahr wirklich Inhalte geändert? Wenn die Antwort «zwei-, dreimal» lautet, ist ein Pflege-Abo günstiger und bequemer – du schickst eine Mail, die Änderung ist am nächsten Tag online, und du musst kein Werkzeug lernen, das du alle sechs Monate wieder vergisst.
Für wen sich welches Modell lohnt
- Du änderst selten etwas (Öffnungszeiten, mal ein Preis): Pflege-Abo statt CMS – Änderungen sind dort bereits drin.
- Du publizierst regelmässig (News, Blog, Menükarte, Referenzen): CMS lohnt sich klar – Decap oder Sanity, je nach Struktur.
- Inhalte sind dein Geschäft (viele Produkte, mehrere Redaktoren, Mehrsprachigkeit): Sanity oder Payload, sauber modelliert.
Der Unterschied zur WordPress-Welt: Du rüstest genau das nach, was du brauchst – statt von Anfang an ein komplettes System mit allen Risiken zu betreiben. Mehr zur grundsätzlichen Technik-Entscheidung: WordPress vs. Next.js und Die moderne WordPress-Alternative.
Du willst Inhalte selbst pflegen – ohne Technik-Ballast? Bei mir gibt es das CMS-Modul ab CHF 750 einmalig, inklusive Einrichtung und Schulung (alle Extras im Überblick). Oder wir schauen im Erstgespräch, ob ein Pflege-Abo für dich die schlauere Lösung ist.