Das Feld in unserem Logo kennen Sie vielleicht aus dem Chemieunterricht. «Rö» steht für Röstung, die Zahl darüber für 220 Grad. Heisser wird bei uns keine Bohne. Wenige Grad darüber treten die Öle an die Oberfläche, und der Kaffee schmeckt nur noch nach Röstung, nicht mehr nach seiner Herkunft. Die Hausmischung endet genau bei 220 Grad, die hellen Kaffees aus Äthiopien und Kenia schon bei 204 und 206 Grad.
Die Rohkaffees kommen aus Ostafrika, Mittel- und Südamerika, vor allem gewaschene und naturbelassene Arabica aus Höhenlagen, in denen die Kirschen langsam reifen. Bevor eine neue Bohne an die Wand kommt, rösten wir kleine Muster und verkosten sie mehrmals. Jede Sorte bekommt ihre eigene Röstkurve, und jede Charge wird protokolliert, damit sich eine gute Röstung wiederholen lässt.
Ist eine Sorte nussig und mild, steht das so da. Auch wenn es weniger aufregend klingt als Beeren und Jasmin.
Nach dem Rösten braucht Kaffee Ruhe. In den ersten Tagen gibt er Kohlendioxid ab, das beim Brühen stört. Darum steht das Röstdatum auf jedem Beutel und mit Kreide an der Wand.